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Lohnrechner 2026 für Österreich

Von 3.000 Euro Bruttogehalt bleiben in Wien rund 2.166 Euro netto - Sozialversicherung und Lohnsteuer nehmen zusammen etwa 834 Euro. Der Arbeitgeber wendet für dasselbe Gehalt rund 3.903 Euro auf. Steuerfrei bleiben 2026 die ersten 13.539 Euro Jahreseinkommen.

Aktualisiert am 7. August 2026·Redaktion finfo.at
Angaben zum Dienstverhältnis
EUR
Bestimmt den Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag; in Wien zusätzlich U-Bahn-Steuer und der höhere Wohnbauförderungsbeitrag.
Nur Kammermitglieder zahlen den Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag (DZ).
Berechnung erfolgt lokal im Browser, ohne Datenübermittlung
Lohn und Abgaben
Netto monatlich
Richtwert, keine verbindliche Auskunft
Bruttogehalt eingeben und berechnen - die Aufschlüsselung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber erscheint hier.
Jahresübersicht
Erscheint nach der Berechnung.
Alle Angaben ohne Gewähr. Datenstand: Jänner 2026. Quellen: ÖGK, WKO, BMF. Absetzbeträge wie Alleinverdienerabsetzbetrag, Familienbonus Plus oder Pendlerpauschale sind nicht berücksichtigt und erhöhen das Netto.
Lohnrechner 2026 - Das Wichtigste auf einen Blick
Steuerfreies Einkommenbis 13.539 € jährlich (ca. 1.128 €/Monat)
Sozialversicherung (AN-Anteil)18,07 % vom Bruttolohn, in Wien 18,32 %
Lohnsteuer20 % bis 55 % je nach Tarifstufe
Höchstbeitragsgrundlage6.930 € monatlich (2026)
Sonderzahlungen13./14. Gehalt mit nur 6 % besteuert

Mit dem Lohnrechner ermitteln Sie, wie viel Sie vom Lohn behalten

Von 3.000 Euro brutto bleiben 2.170,78 Euro netto: 542,10 Euro gehen an die Sozialversicherung, 287,12 Euro als Lohnsteuer ans Finanzamt. Der Großteil der arbeitenden Bevölkerung bezieht Einkommen aus unselbstständiger Arbeit, ist also bei einem festen Arbeitgeber angestellt und wird monatlich entlohnt. Der Arbeitgeber ist auf der Grundlage des Arbeitsvertrages zu einer Lohnzahlung verpflichtet. Der Lohn wird monatlich ausgezahlt, hinzu kommen normalerweise zwei weitere Zahlungen in Form von Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld.

Zwischen der Summe, die der Arbeitgeber insgesamt für den Arbeitnehmer aufbringt, und der Summe, die letztendlich beim Arbeitnehmer auf dem Konto ankommt, gibt es einen mitunter beträchtlichen Unterschied. Für die Differenz aus Brutto und Netto sind neben den Sozialbeiträgen vor allem die Lohnsteuer verantwortlich. Wie hoch diese Lohnsteuer konkret ausfällt und wie viel bei Ihnen auf dem Konto landet, kann mit unserem Lohnrechner einfach ermittelt werden.

Was wird vom Bruttolohn abgezogen?

1. Sozialversicherungsbeiträge

Der Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung beträgt 18,07 % des Bruttolohns - in Wien seit 1.1.2026 18,32 %, weil dort der Wohnbauförderungsbeitrag angehoben wurde. Er setzt sich so zusammen:

BeitragArbeitnehmeranteil
Krankenversicherung3,87 %
Pensionsversicherung10,25 %
Arbeitslosenversicherung0 bis 2,95 % (bis 2.225 € brutto 0 %, bis 2.427 € 1 %, bis 2.630 € 2 %)
Arbeiterkammerumlage0,5 %
Wohnbauförderungsbeitrag0,5 % - in Wien 0,75 %

Die Sozialversicherungsbeiträge werden nur bis zur Höchstbeitragsgrundlage berechnet. Diese beträgt 2026 monatlich 6.930 €. Verdienen Sie mehr, zahlen Sie trotzdem nur auf diesen Betrag SV-Beiträge.

2. Lohnsteuer

Die Lohnsteuer wird nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge vom verbleibenden Betrag berechnet. Sie ist progressiv gestaltet - höhere Einkommensanteile werden stärker besteuert:

JahreseinkommenGrenzsteuersatz
bis 13.539 €0 % (steuerfrei)
13.539 € bis 21.992 €20 %
21.992 € bis 36.458 €30 %
36.458 € bis 70.365 €40 %
70.365 € bis 104.859 €48 %
104.859 € bis 1.000.000 €50 %
über 1.000.000 €55 %

Hinweis: Die Tarifstufen werden seit 2023 jährlich an die Inflation angepasst, um die sogenannte kalte Progression abzufedern.

Sonderzahlungen: Urlaubs- und Weihnachtsgeld

Das 13. und 14. Monatsgehalt wird in Österreich begünstigt besteuert. Für diese Sonderzahlungen gilt ein fixer Steuersatz von nur 6 % (bis zur Jahressechstelgrenze), was das Nettoeinkommen deutlich erhöht. Das ist einer der Gründe, warum das Nettogehalt in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern relativ hoch ausfällt.

Was erhöht das Netto-Einkommen?

Verschiedene Absetzbeträge und Freibeträge können Ihre Steuerlast senken:

  • Verkehrsabsetzbetrag: 496 € jährlich (2026, automatisch berücksichtigt)
  • Pendlerpauschale: je nach Entfernung zum Arbeitsplatz und Zumutbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel
  • Pendlereuro: 6 € pro Kilometer Arbeitsweg (ab 2026 erhöht)
  • Familienbonus Plus: bis zu 2.000 € pro Kind und Jahr
  • Alleinverdiener-/Alleinerzieherabsetzbetrag: bei geringem Partnereinkommen bzw. alleinerziehend
  • Kindermehrbetrag: für Geringverdiener mit Kindern

Berechnungsbeispiel 2026

Ein Arbeitnehmer in der Steiermark verdient 3.000 € brutto monatlich (14× jährlich = 42.000 € Jahresbrutto):

PositionBetrag
Bruttogehalt3.000,00 €
Sozialversicherung (18,07 %)- 542,10 €
Bemessungsgrundlage Lohnsteuer2.457,90 €
Lohnsteuer (nach Verkehrsabsetzbetrag)- 287,12 €
Nettogehalt laufend2.170,78 €

In Wien liegt das Netto bei sonst gleichen Angaben um rund 5 Euro niedriger, weil der Wohnbauförderungsbeitrag dort 0,75 statt 0,5 Prozent beträgt. Berücksichtigt ist nur der Verkehrsabsetzbetrag; Familienbonus Plus, Alleinverdienerabsetzbetrag oder Pendlerpauschale senken die Lohnsteuer zusätzlich.

Häufig gestellte Fragen

Ab welchem Einkommen zahle ich Lohnsteuer?

Erst ab einem Jahreseinkommen von 13.539 € (2026) ist Lohnsteuer zu zahlen. Das entspricht einem monatlichen Bruttoeinkommen von etwa 1.128 € (bei 12 Gehältern) bzw. etwa 967 € (bei 14 Gehältern).

Warum ist mein Nettogehalt höher als in Deutschland?

In Österreich werden das 13. und 14. Gehalt (Urlaubs- und Weihnachtsgeld) mit nur 6 % besteuert. Diese Begünstigung gibt es in Deutschland nicht, weshalb bei gleichem Bruttogehalt in Österreich oft mehr Netto übrig bleibt.

Was ist die Höchstbeitragsgrundlage?

Die Höchstbeitragsgrundlage (2026: 6.930 €/Monat) ist die Obergrenze, bis zu der Sozialversicherungsbeiträge berechnet werden. Verdienen Sie mehr, zahlen Sie trotzdem nur auf diesen Betrag SV-Beiträge - der Rest bleibt SV-frei.

Ändert sich die Lohnsteuer jedes Jahr?

Seit 2023 werden die Tarifstufen jährlich an die Inflation angepasst. Das verhindert, dass Gehaltserhöhungen, die nur die Inflation ausgleichen, zu einer höheren Steuerbelastung führen (Abschaffung der kalten Progression).

Quellen

BMF - Steuertarif

finanz.at - Lohnsteuertabelle 2026

ÖGK - Sozialversicherungswerte 2026 (Höchstbeitragsgrundlagen)

WKO - Beitragswesen Dienstnehmer 2026 (Beitragssätze, ALV-Staffelung)

BMF - Übersicht der Steuerabsetzbeträge 2026

Netto monatlich