Kreditzinsen in Österreich - wie sie entstehen und was sie kosten
Ein Wohnbaukredit kostete im August 2026 im österreichischen Neugeschäft 3,61 %, ein Konsumkredit 8,64 %. Beide Banken refinanzieren sich am selben Geldmarkt, beide rechnen mit derselben EZB. Die Spanne dazwischen entsteht fast vollständig aus zwei Dingen, über die im Kreditgespräch geredet wird: Besicherung und Ausfallrisiko.
Was Kredite in Österreich derzeit kosten
Die Nationalbank erhebt die Zinssätze aller österreichischen Banken monatlich. Sie unterscheidet dabei zwei Dinge, die häufig verwechselt werden: das Neugeschäft - was ein heute abgeschlossener Kredit kostet - und den Bestand, also den Durchschnitt aller laufenden Verträge.
| Kreditart | Neugeschäft | Bestand | Unterschied |
|---|---|---|---|
| Wohnbaukredit | 3,61 % | 2,87 % | −0,74 Prozentpunkte |
| Konsum- und sonstige Kredite | 8,64 % | 5,04 % | −3,60 Prozentpunkte |
| Überziehung und Kreditkarte | 5,03 % im Neugeschäft | ||
Zinssätze österreichischer Banken, August 2026. Neugeschäft ist der Satz eines heute abgeschlossenen Kredits, Bestand der Durchschnitt aller laufenden Verträge. Der Sollzinssatz enthält keine Nebenkosten - der effektive Jahreszinssatz schon.
Dass der Bestand unter dem Neugeschäft liegt, ist kein Rechenfehler, sondern die Nachwirkung der Nullzinsjahre: In den laufenden Verträgen stecken noch die Konditionen von 2019 bis 2021. Wer heute abschließt, zahlt bei Wohnbau rund einen Dreiviertel-Prozentpunkt mehr als der Durchschnitt der Altverträge - bei Konsumkrediten sind es über drei Prozentpunkte.
Der Bestand liegt derzeit 0,74 Prozentpunkte unter dem Neugeschäft: Die laufenden Verträge stammen im Schnitt aus einer günstigeren Zeit. Wer einen alten Fixzinsvertrag hat, fährt mit ihm besser als mit einem neuen - Umschulden lohnt in dieser Lage nur bei einem deutlich überdurchschnittlichen eigenen Satz.
Der Überziehungsrahmen am Gehaltskonto fällt zwischen beide Welten. Er ist unbesichert wie ein Konsumkredit, aber jederzeit rückführbar; wer ihn dauerhaft ausschöpft, zahlt trotzdem mehr als für einen ordentlich vereinbarten Konsumkredit im Bestand.
Sollzinssatz ist nicht Effektivzinssatz
Alle Werte oben sind Sollzinssätze - der reine Preis für das Kapital. Der effektive Jahreszinssatz enthält zusätzlich jede verpflichtende Nebenkostenposition: Bearbeitungsgebühr, Kontoführung, Schätzgebühr, Pflichtversicherungen.
| Kreditart | Sollzinssatz | Effektiver Jahreszinssatz | Unterschied |
|---|---|---|---|
| Wohnbaukredit | 3,61 % | 3,97 % | +0,36 Prozentpunkte |
| Konsumkredit | 8,64 % | 9,60 % | +0,96 Prozentpunkte |
Neugeschäft im August 2026. Der effektive Jahreszinssatz enthält alle verpflichtenden Nebenkosten - Bearbeitungsgebühr, Kontoführung, Schätzgebühr. Nur er ist zwischen Angeboten vergleichbar.
Beim Konsumkredit ist der Abstand fast dreimal so groß wie beim Wohnbaukredit - obwohl die Kreditsumme kleiner ist. Grund sind die Fixkostenblöcke: Eine Bearbeitungsgebühr von zwei Prozent wiegt bei 15.000 Euro über fünf Jahre viel schwerer als bei 250.000 Euro über 25 Jahre. Wie der Effektivzinssatz nach der Barwertgleichung der Anlage 1 zum Verbraucherkreditgesetz gerechnet wird, steht samt Rechner beim Privatkredit.
Wie ein Kreditzinssatz entsteht
Banken dürfen ihre Zinssätze frei festlegen; einen gesetzlichen Höchstzins kennt das österreichische Recht nicht. Frei heißt aber nicht willkürlich - kalkuliert wird aus vier Blöcken:
| Bestandteil | Was dahintersteckt | Verhandelbar? |
|---|---|---|
| Refinanzierungskosten | der Preis, zu dem sich die Bank selbst Geld beschafft - Geldmarkt, Spareinlagen, Pfandbriefe | nein |
| Risikoaufschlag | erwarteter Ausfall, abgeleitet aus Bonität und Besicherung | über Sicherheiten und Eigenmittel |
| Eigenkapitalkosten | Kredite müssen mit Eigenkapital unterlegt werden, das eine Verzinsung erwartet | indirekt über die Besicherung |
| Marge und Verwaltung | Bearbeitung, Vertrieb, Gewinn der Bank | ja |
In einem variabel verzinsten Vertrag stehen diese Blöcke sichtbar getrennt: ein Referenzsatz - in Österreich fast immer der Drei- oder Sechs-Monats-Euribor - plus ein fixer Aufschlag. Der Referenzsatz bewegt sich, der Aufschlag bleibt über die gesamte Laufzeit gleich. Deshalb ist er der einzige Teil des Angebots, über den sich verhandeln lässt - und der Verhandlungserfolg wirkt in jedem einzelnen Jahr.
Warum EZB-Leitzins und Kreditzins nicht dasselbe sind
Der EZB-Rat hat den Einlagesatz mit Wirkung vom 17. Juni 2026 auf 2,25 Prozent angehoben; der Hauptrefinanzierungssatz liegt bei 2,40 Prozent, die Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 2,65 Prozent. Diese Sätze gelten zwischen Notenbank und Geschäftsbanken, nicht zwischen Bank und Kunde. Bei Ihnen kommt die Bewegung erst über den Geldmarkt an, und zwar zeitversetzt: Der Euribor nimmt Zinsentscheidungen vorweg, Fixzinsangebote hängen zusätzlich an den langfristigen Kapitalmarktsätzen. Den Verlauf der drei Sätze und die kommenden Sitzungstermine finden Sie unter EZB-Leitzins.
Was Ihren persönlichen Aufschlag bestimmt
Der Durchschnittssatz der Statistik ist keine Zusage. Vier Größen entscheiden, auf welcher Seite des Durchschnitts Sie landen:
- Besicherung. Der größte Hebel überhaupt. Eine Hypothek im Grundbuch verschiebt den Zinssatz um Prozentpunkte, nicht um Zehntel - der Abstand zwischen Wohnbau- und Konsumkredit zeigt die Größenordnung. Was die Eintragung kostet, steht beim Hypothekarkredit.
- Bonität. Die Bank holt Auskünfte bei KSV1870 und CRIF ein und rechnet eine Haushaltsrechnung. Welche Merkmale in den Score einfließen und wie lange Einträge bleiben, steht in der Bonitätsprüfung.
- Eigenmittel. Je kleiner der Kredit im Verhältnis zum Kaufpreis, desto kleiner der Risikoaufschlag. Bei Wohnimmobilien ist ein Fünftel Eigenmittel die verbreitete Schwelle, ab der Banken günstiger anbieten.
- Zinsbindung. Ob Sie den Satz festschreiben, verändert ihn schon beim Abschluss. Wie stark, zeigt der nächste Abschnitt - und die Richtung hat sich in den letzten drei Jahren umgedreht.
Der verbreitetste Irrtum: „Je länger die Laufzeit, desto niedriger der Zinssatz." Die Statistik sagt das Gegenteil. Konsumkredite mit einer Zinsbindung über fünf Jahre kosteten im August 2026 9,40 %, solche mit ein bis fünf Jahren nur 7,45 %. Eine lange Laufzeit senkt die monatliche Rate, sie erhöht aber die Zinssumme und meist auch den Satz.
Fix oder variabel: was die Zinsgarantie derzeit kostet
Ein Fixzinssatz ist eine gekaufte Versicherung gegen steigende Zinsen. Ihr Preis ist der Abstand zum variablen Satz - und dieser Preis schwankt stark. Wohnbaukredite im Neugeschäft, nach anfänglicher Zinsbindung:
| Zinsbindung | Zinssatz | Abstand zur variablen Variante |
|---|---|---|
| variabel oder bis 1 Jahr fix | 3,65 % | - |
| 1 bis 5 Jahre fix | 3,50 % | −0,15 Prozentpunkte |
| 5 bis 10 Jahre fix | 3,50 % | −0,15 Prozentpunkte |
| über 10 Jahre fix | 3,67 % | +0,02 Prozentpunkte |
| alle Wohnbaukredite | 3,61 % | Durchschnitt |
Neugeschäft österreichischer Banken im August 2026, volumengewichtet. Es sind tatsächlich abgeschlossene Verträge, keine Angebotskonditionen.
Derzeit ist die Zinsbindung sogar billiger als die variable Variante: Wer sich auf ein bis fünf Jahre bindet, zahlt 0,15 Prozentpunkte weniger. Das ist die Ausnahme und ein Zeichen dafür, dass der Markt mit sinkenden Zinsen rechnet. Für eine Bindung über zehn Jahre verlangen die Banken 3,67 %.
Wie stark sich das Verhältnis verschiebt, zeigt der Rückblick: 2023 kostete ein variabler Kredit im Jahresschnitt 4,39 Prozent, die Zinsgarantie über zehn Jahre dagegen nur 3,37 Prozent - sie war also 1,02 Prozentpunkte billiger als variabel, weil der Markt fallende Zinsen erwartete und eingepreist hatte. 2025 lagen alle Bindungsfristen zwischen 3,28 und 3,54 Prozent nahe beisammen. Wer die Wahl hat, entscheidet also nicht über eine feste Größe, sondern über einen Abstand, der sich binnen zweier Jahre umkehren kann.
Was das in Euro heißt, bei 250.000 Euro über 25 Jahre:
| Zinsbindung | Sollzins | Monatsrate | Zinsen über 25 Jahre |
|---|---|---|---|
| variabel oder bis 1 Jahr fix | 3,65 % | 1.272 € | 131.528 € |
| 1 bis 5 Jahre fix | 3,50 % | 1.252 € | 125.468 € |
| 5 bis 10 Jahre fix | 3,50 % | 1.252 € | 125.468 € |
| über 10 Jahre fix | 3,67 % | 1.274 € | 132.340 € |
250.000 Euro über 25 Jahre, gerechnet mit den Durchschnittssätzen vom August 2026. Ohne Nebenkosten wie Bearbeitungsgebühr, Schätzgebühr und Grundbucheintragung; bei variabler Verzinsung gilt der Satz nur für die erste Periode.
Der Unterschied in der Monatsrate wirkt klein, summiert sich über 25 Jahre aber auf einen fünfstelligen Betrag. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, welche Variante heute billiger ist, sondern ab welchem Zinsanstieg sich die Bindung rechnet: Steigt der variable Satz dauerhaft über den heutigen Fixzins, war die Garantie das Geld wert - bleibt er darunter oder fällt er, hat man Sicherheit gekauft, die man nicht gebraucht hätte. Die Rechnung ersetzt keine Prognose.
Ein Detail, das oft übersehen wird: Eine Entschädigung für vorzeitige Rückzahlung darf die Bank nach § 16 Abs. 2 VKrG und - bei hypothekarisch besicherten Krediten - § 20 Abs. 2 HIKrG gar nicht verlangen, wenn die Rückzahlung in einen Zeitraum ohne festen Sollzinssatz fällt oder wenn der zurückgezahlte Betrag innerhalb von zwölf Monaten 10.000 Euro nicht übersteigt. Beim variablen Kredit ist die Sondertilgung damit in aller Regel gratis, beim Fixzinskredit kostet sie bis zu ein Prozent des zurückgezahlten Betrags, bei weniger als einem Jahr Restlaufzeit ein halbes Prozent. Bei Hypothekarkrediten steigt dieser Höchstsatz mit 1. Jänner 2027 auf drei Prozent. Wer eine Erbschaft oder einen Bonus erwartet, kauft mit dem Fixzinssatz auch diese Einschränkung mit.
Wann die Bank den Zinssatz ändern darf
Bei einem variablen Kredit ändert sich der Zinssatz während der Laufzeit - aber nicht nach Belieben der Bank. Die Zinsanpassungsklausel ist an § 6 Abs. 1 Z 5 des Konsumentenschutzgesetzes gebunden. Danach ist eine Erhöhung nur wirksam, wenn drei Bedingungen zusammen erfüllt sind:
- Der Vertrag sieht bei denselben Voraussetzungen auch eine Senkung vor. Eine Klausel, die nur nach oben wirkt, ist unwirksam.
- Die maßgebenden Umstände sind im Vertrag umschrieben und sachlich gerechtfertigt. „Änderungen der Marktverhältnisse" genügt dafür nicht - der Indikator muss benannt sein.
- Ihr Eintritt hängt nicht vom Willen der Bank ab.
Der Kreditvertrag selbst muss nach § 9 Z 6 VKrG den Sollzinssatz, den Referenzsatz sowie Zeiträume, Bedingungen und Vorgangsweise der Anpassung nennen. Und nach § 11 VKrG gilt eine Verschärfung, die viele Kreditnehmer nicht kennen: Eine Zinserhöhung wird erst wirksam, wenn die Bank Sie darüber informiert hat - mit neuem Satz, neuer Rate und geänderter Zahl der Raten. Ab 20. November 2026 steht dieselbe Regel in § 24 des Verbraucherkreditgesetzes 2026, ergänzt um das Wort „rechtzeitig" und um die Pflicht, den Referenzsatz auch auf Website und in der App einsehbar zu machen.
Ein Sonderfall betrifft Verträge aus der Nullzinsphase: Der Oberste Gerichtshof hat 2017 entschieden, dass Banken einen negativ gewordenen Referenzsatz nicht einseitig mit null ansetzen dürfen (3 Ob 88/17p). Was daraus für Rückforderungen folgt, steht bei den Negativzinsen.
Was tun, wenn der Zinssatz zu hoch ist
Kreditzinsen sind kein Listenpreis. Drei Wege wirken, in dieser Reihenfolge:
- Zweitangebot einholen. Vor Vertragsabschluss müssen Ihnen die Europäischen Standardinformationen ausgehändigt werden - ein einheitliches Formular, das Angebote vergleichbar macht. Wer zwei davon nebeneinanderlegt, verhandelt mit Zahlen statt mit Eindrücken.
- Aufschlag statt Zinssatz verhandeln. Über den Indikator lässt sich nicht reden, über die Marge schon. Sicherheiten, höhere Eigenmittel oder das Gehaltskonto bei derselben Bank sind die üblichen Gegenleistungen.
- Umschulden. Bei einem bestehenden Kredit ist der Wechsel zur billigeren Bank die Alternative zur Verhandlung. Ob er sich trägt, hängt an der Entschädigung, den neuen Nebenkosten und - bei Hypotheken - an den Grundbuchkosten. Die Rechnung dazu steht beim Umschulden.
Häufige Fragen zu Kreditzinsen
Wie hoch sind die Kreditzinsen in Österreich aktuell?
Ein Wohnbaukredit kostete im August 2026 im österreichischen Neugeschäft 3,61 %, ein Konsumkredit 8,64 %. Das ist der Sollzinssatz; effektiv, also inklusive verpflichtender Nebenkosten, liegt er je nach Kreditart um 0,3 bis 0,9 Prozentpunkte höher.
Warum ist mein Zinssatz höher als der Durchschnitt der Nationalbank?
Weil der Durchschnitt über alle Bonitäten, Besicherungen und Laufzeiten geht. Den größten Unterschied macht die Besicherung: Ein grundbücherlich besicherter Kredit kostet in Österreich rund 4,6 Prozentpunkte weniger als ein unbesicherter Konsumkredit.
Ist ein Fixzinssatz oder ein variabler Zinssatz günstiger?
Im August 2026 kostete die Zinsbindung über zehn Jahre 3,67 %, der variable Satz 3,65 % - die Bindung war also 0,02 Prozentpunkte teurer. Das Verhältnis dreht sich immer wieder um: 2023 war die zehnjährige Bindung 1,02 Prozentpunkte billiger als variabel.
Darf die Bank den Zinssatz einfach erhöhen?
Nur nach einer wirksamen Zinsanpassungsklausel. Diese muss nach § 6 Abs. 1 Z 5 KSchG auch Senkungen vorsehen, die maßgebenden Umstände sachlich umschreiben und darf nicht vom Willen der Bank abhängen. Zusätzlich wird eine Erhöhung erst wirksam, wenn die Bank den Kreditnehmer über neuen Satz und neue Rate informiert hat.
Was ist der Unterschied zwischen Leitzins und Euribor?
Der Leitzins wird vom EZB-Rat beschlossen und gilt zwischen Notenbank und Banken; die Einlagefazilität liegt seit 17. Juni 2026 bei 2,25 Prozent. Der Euribor entsteht täglich am Markt und ist der Satz, an den österreichische Kreditverträge tatsächlich gekoppelt sind.
Warum sind die Zinsen im Bestand niedriger als im Neugeschäft?
Weil in den laufenden Verträgen noch die Konditionen der Nullzinsjahre stecken. Bei Wohnbaukrediten liegt der Bestand bei 2,87 %, das Neugeschäft bei 3,61 %.
Stand: August 2026. Zinssätze: OeNB-Zinssatzstatistik, Neugeschäft und Bestand Juni 2026, Jahreswerte 2023 und 2025. Leitzinssätze: EZB, gültig ab 17. Juni 2026. Rechtsgrundlagen: § 6 Abs. 1 Z 5 KSchG; §§ 9, 11 und 16 Verbraucherkreditgesetz, BGBl. I Nr. 28/2010; § 20 Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz, dessen Abs. 3 Z 2 mit 1. Jänner 2027 auf 3 Prozent steigt (BGBl. I Nr. 62/2026); § 24 Verbraucherkreditgesetz 2026, BGBl. I Nr. 36/2026, in Kraft ab 20. November 2026; § 988 ABGB. Die Rechenbeispiele sind eigene Berechnungen nach der Annuitätenformel.
Quellen
OeNB - Kreditzinssätze im Neugeschäft, nach Kreditart und Zinsbindung
OeNB - Zinssätze im Bestand, Wohnbau, Konsum und Überziehung
EZB - Leitzinssätze mit Gültigkeitsdatum
RIS - § 6 KSchG, unzulässige Vertragsbestandteile samt Zinsanpassung
RIS - Verbraucherkreditgesetz, geltende Fassung
OGH - 3 Ob 88/17p, kein Einfrieren des Referenzindikators bei null